Martin Bonensteffen

Martin BonensteffenDipl.-Ing. (FH), Jg. 1963, 2 Töchter, 3 Enkel

Nach einer Karriere im technischen Vertrieb arbeite ich seit 1999 freiberuflich vor allem als Trainer für wirksame Kommunikation und Kooperation auf der Grundlage von GFK (Gewaltfreie Kommunikation) und Embodied Communication (neuro-systemische Kommunikation).
Als psychologischer Coach und Supervisor begleite ich Einzelpersonen und Teams vor allem mit ACT, GFK und Hypnosystemik. Und als Dynamic Facilitator ermögliche ich nichtlineare Konflikt-Lösungen für Paare und Gruppen.
Bei allem lasse ich mich von der Idee des „Invitation-based Change“ leiten … und achte auf die wissenschaftliche bzw. philosophische Fundierung, von dem, wozu ich einlade … vor allem aber darauf, welche Erfahrungen ich selbst damit gemacht habe. Der kleine Text „Glaubt gar nichts …“ bringt es für mich gut auf den Punkt.

Mit meinen Klienten und Kunden arbeite ich vor allem an folgenden Fragen bzw. Themenfeldern:

  • Wie kann eine Kommunikation auf Augenhöhe (wieder) gelingen … eine Kommunikation, die die Werte und Bedürfnisse von allen Beteiligten in den Blick nimmt?
  • Wie können Menschen so kooperativ miteinander wirksam werden, dass ‚überdurchschnittliche‘ Ergebnisse ’normal‘ werden?
  • Wie wird selbstbestimmte, gesunde und lebendige Entwicklung der Einzelnen wie auch der Gruppe (weider) möglich?

Meine Lieblings-Annahmen und -Sichtweisen sind:

  • Ich kann niemanden ändern … außer: „Mich selbst!“
    (Und auch das ist selten leicht … aber häufiger möglich, als gedacht … dann oft eher schwierig … aber möglich, immer wieder … mit Hindernissen … aber machbar … usw. :-).
  • Jeder Mensch macht jeden Moment das Beste, was sie gerade kann.
  • Lernen braucht Anfänger-Geist und Nichtwissen … und Wiederholen hilft.
  • Kooperation ist zutiefst menschlich … und Wettbewerb auch.
  • Das Leben ist komplex, nichtlinear dynamisch und nicht vorherbestimmt … und vor allem: LEBENDIG.
    Es entwickelt sich spiralförmig, in rhythmischen Zyklen und in sich wiederholenden Mustern.
  • Der Blick zurück ist wie ein Blick in den Rückspiegel; manchmal hilfreich …
    … und selten über-lebenswichtig.
  • Es gibt immer eine neue, andere Möglichkeit.
  • Unterschiedlichkeit ist eine Ressource.
  • Einladungsbasierte, freiwillige Veränderung geht tiefer und wirkt länger … als eine, die mit Verlockung oder Repressions-Androhung eingeleitet wurde.
  • „Befreiende (erlösende) Gewalt“ ist ein Mythos … echte rEvolution passiert gewaltlos … ohne Zwang … in Richtung lebendiger Entwicklung.
  • Hindernisse sind nur eine Provokation.

Diese Annahmen nutze ich, weil sie sich für mich als hilfreich erwiesen haben. Wenn mir Annahmen begegnen, die einfacher oder wirksamer scheinen, als die, die ich gerade benutze, probiere ich sie aus. Bewähren sie sich, nehme ich sie in meine Sammlung auf oder tausche sie gegen eine meiner bisherigen Annahmen aus.

Handlungsleitende Grundideen … in ‚Zitaten‘

Es gibt keine Methode, es gibt nur Achtsamkeit.
– Jiddu Krishnamurti –

Wo aber das Gespräch sich in seinem Wesen erfüllt,
zwischen Partnern, die sich einander in Wahrheit zugewandt haben,
sich rückhaltlos äußern und vom Scheinenwollen frei sind,
vollzieht sich eine denkwürdige, nirgendwo sonst sich einstellende
gemeinschaftliche Fruchtbarkeit.

– Martin Buber –

Lieben heißt, die Welt lebendiger wollen.
– Andreas Weber –

WOFÜR?

„Ich will wach und neugierig leben. Ich will mich mit jedem Atemzug daran erinnern, dass ich eingebunden bin in pulsierende Lebendigkeit. Und ich träume von einer Welt, in der wir in fruchtbaren Beziehungen, Gemeinschaften und Organisationen, einander einladen, ermutigen und inspirieren, immer wieder über uns hinauszuwachsen, unser Potenzial zu entfalten und uns in unserem Menschsein verbunden zu erleben.“

Dies so zu benennen, ist ein Versuch, auf den Punkt zu bringen, worum es mir letztlich geht … bei allem, was ich tue … wofür ich mich einsetzen und engagieren will … quasi als ‚Leitstern‘ an dem ich mich immer wieder orientiere.

WIE?

„Ich begleite, ermutige und vernetze Menschen, die lebendiger leben wollen. Hierbei nutze ich ‚Landkarten‘ (Ideen, Konzepte und Methoden) deren Stimmigkeit
ich durch eigenes ‚Reisen‘ überprüft habe, die ich zum Teil selbst ‚gezeichnet‘ habe und die ich immer wieder gemeinsam mit anderen abgleiche und erweitere.
Immer ausgerichtet an der Frage: „Was fördert Lebendigkeit, Kooperation und Entwicklung?“

WAS?

Ich bin froh, dass ich 2011 ACT & Co. gefunden habe. Mit ihrem Fokus auf die PSYCHISCHE FLEXIBILITÄT*, ihrer Ausrichtung auf wirksame Prinzipien und ihrem OpenSource-Gedanken kann ich alle anderen Ansätze zum Thema ‚innere Arbeit‘ darauf beziehen und einsortieren. Und mit ACT PRAXIS organisiere ich jetzt Übungsgruppen und Lernveranstaltungen zur Vermittlung und Verbreitung von ACT & Co. und knüpfe und unterstütze Netzwerke dazu.

*Psychisch flexibel (innerlich frei) lebe ich dann, wenn ich bemerke, was gerade in mir passiert (wenn ich mitkriege, welche Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen und Handlungsimpulse gerade in mir lebendig sind) und wenn ich dann, ausgerichtet auf das, was mir wirklich wirklich wichtig ist, aktiv werde (wenn ich das sage und/oder tue, was mich am ehesten in dieser Richtung voran bringt)

Innerlich frei, selbstbestimmt und erfüllt leben heißt für mich:

  • Das, was gerade jetzt passiert, von Moment zu Moment neu bejahen und dann – klar ausgerichtet – gestaltend aktiv werden.
  • Mich von dem, was auftaucht, überraschen lassen und dabei rhythmisch zwischen den Polaritäten des Lebens wechseln:   verbunden und frei  |   freudig und traurig   |   nah und distanziert   |   tun und entspannen
  • Und mir selbst, wie auch meinem Gegenüber, immer wieder freundlich zu zu lächeln und uns in unserem Scheitern nicht zu ernst zu nehmen.

Etwas zu Geschichte … und Erfahrungsschatz

(Bislang nur Stichwortsammlung)

1998/99 bewusst auf die reise gemacht — „Ich will einen Beitrag leisten für mehr Miteinander (im Unternehmen.)“ — „Ich kann niemanden ändern, außer mich selbst!“ war schon damals sehr lebendig … weiß gar nicht, seit wann diese Idee in meinem System ist — Besonders wichtige, systemverändernde Erfahrung: „Mich zeigen … dabei bejaht werden … und erleben, damit nicht nur willkommen zu sein … sondern sogar dass das ein ‚hilfreicher‘ Beitrag zur Gruppe ist.

„Die Sonne meine Herz“ von Thich Nhat Hanh — Vipassana Kurse — Achtsamkeit lernen … „meine Aufmerksamkeit lenken und fokussieren“ … das ist der Schlüssel, zu allem — Wenn ich dem ‚wirklichen Wollen‘, der ‚Sehnsucht meines Herzens‘ folge, schenkt mir das Leben ‚reichlich‘  dazu (unterstützende evolutionäre Querkräfte) —

„Spüre die Welt … die Welt spürt dich.“ Tor Norretranders — Unterschied: Worte vs. beschriebenes Phänomen (erlebtes Erleben) — Streit um Strategien … nicht um Bedürfnisse —

Aus Prinzip keine Zertifizierungen — Qualitäts-Entwicklung vs. Qualitäts-Sicherung — ACT Peer-Review-Prozess ‚Anerkennung auf Augenhöhe‘, prinzipienbasiert —