ACT Erfahrene

Bei ACT PRAXIS Veranstaltungen bringen folgende Personen (alphabetisch nach Nachname sortiert) immer wieder ihr Know-how und ihre Erfahrungen mit ACT & Co. ein. Was alle verbindet, ist die funktional kontextuelle Sichtweise und der immer wieder frische ‚Anfängergeist‘:

Drs Maarten Aalberse, Lyon, Frankreich

Maarten Aalberse studierte Klinische Psychologie an der Leyden University in Holland, absolvierte danach zunächst eine Ausbildung im psychodynamisch orientierten Ansatz Unitive Psychotherapy, und bildete sich weiter in NLP, Somatischer Traumatherapie, Provokativer Therapie, Fascial Movement Therapy und Ansätzen der Energetischen Psychologie. Er war an der Entwicklung und Durchführung von Ausbildungen in Unitive Psychotherapy beteiligt, zog 1994 nach Frankreich und bietet nun im Weiterbildungsbereich Kurse zu verschiedenen Themen an, bspw. „Graceful Means“ – Wege der Anmut, Intentionsbewegungen, achtsame Klopfinterventionen und Beziehungsbewusstsein in einer „choreografischen“ Psychotherapie und auch zu „BiFokale Achtsamkeit (BFA)“. Er ist Autor mehrerer Artikel und zusammen mit S. Geßner-van Kersbergen hat er das Buch heraus gegeben: „Die Lösung liegt in deiner Hand! – Von der Energetischen Psychologie zur bifokalen Achtsamkeit“ – die Beiträge darin gehen auf seine lange Erfahrung mit körperorientierter Psychotherapie, achtsamkeitsbezogener Herangehensweise und dem Konzept der Präfrontalisierung im Zusammenhang mit der Neurowissenschaft zurück. Sein Interesse gilt der Integration von BMSA (bifokale multisensorische Aktivierung) in erfahrungsgeleitete und achtsamkeitsbasierte Methoden und konkreter dem Integrieren von BMSA mit achtsamen Bewegungspraktiken.

Er spricht Französisch, Englisch, Deutsch und Niederländisch fließend.

Maarten Aalberse’s Website

Dipl.-Psych. Silke Ahrend, in Burg (Spreewald), Deutschland

Silke Ahrend ist seit 2005 als Verhaltenstherapeutin in eigener Praxis niedergelassen. Psychotherapie geht für sie über den Körper: Erst wird „körperlich erlebt“, dann wird „erklärt“. Das körperliche Erleben der Gefühlsregulation steht im Mittelpunkt der Therapie. Eine Veränderung der eigenen Gefühlslage ohne Einbezug des Körpers ist nicht möglich.

In ihre Arbeit mit den Patient/Innen integriert sie viele erlebnisorientierte Methoden, vor allem: Alba Emoting, Emotionale Aktivierungstherapie (EAT, Gernot Hauke), EMDR, das Training emotionaler Kompetenzen (TEK, Matthias Berking), die Arbeit mit den inneren Anteilen und der Entwicklung des Selbst als Zentrum der Persönlichkeit (IFS-Therapie nach Richard Schwartz) sowie die Strategisch-Behaviorale Therapie (SBT, Sulz) als Basis ihres Therapieansatzes.

Dabei versteht sie Psychotherapie als strategischen Entwicklungsprozess des Patienten im Sinne der ACT-Matrix, „hin – zu, wie er/sie leben will“, und nicht als Symptombehandlung. Zunächst wird der Blick auf den Patienten selbst gerichtet (Autonomie- und Selbstwirksamkeitsentwicklung), um dann immer mehr auch die empathische Beziehungsgestaltung des Patienten zu seinem „Gegenüber“ in den Mittelpunkt der Therapie zu rücken.

Dabei hilft die ACT-Matrix nicht nur ihren Patienten, sondern auch ihr selbst, sich immer wieder zu erforschen, ob sie noch auf dem Weg „hin…zu, wie ich leben will“ ist. Sie schreibt: „In unseren typischen persönlichen Stresssituationen reagieren wir oft mit dem Weg-von-Muster, mit Vermeidung, psychosomatischen Beschwerden, Grübeln, oder Angriff. Mit Alba Emoting komme ich in eine neutrale Grundhaltung: ich ‚bemerke‘, ich kann aktiv und wirksam meinen inneren Stress reduzieren und dann aus meinem Selbst heraus gelassen reagieren. Mit Alba Emoting kann ich meine innere Realität erforschen, vermischte Gefühle entmischen und Gefühle aktiv regulieren, schwache und seltene Gefühle mehr werden lassen und zu starke und intensive Gefühle herunterregulieren. Dementsprechend werde ich mich auch in der äußeren Realität anders verhalten. Dieses konkrete Handwerkszeug möchte ich gerne bei den ACT PRAXIS TAGEN interessierten Teilnehmern in der Selbsterfahrung vermitteln.“

Dr. med. Herbert Assaloni, Winterthur, Schweiz

Herbert Assaloni ist Facharzt für Psychiatrie & Psychotherapie in eigener Praxis in Winterthur (Zum beherzten Leben). Vor dem Hintergrund einer psychotherapeutischen Grundausbildung in integrativer Therapie/Gestalttherapie (Netzwerk Psychotherapie Zürich) sowie Weiterbildungen in Psychotraumatologie, Dialektisch-Behavioraler Therapie (DBT) und Emotionsfokussierter Therapie (EFT) setzt er sich seit 2007 intensiv mit ACT auseinander und seit 2010 auch mit FAP.

Er hält Workshops und Vorträge zu ACT in Deutschland, Österreich und der Schweiz und hat im Rahmen der Bildungswerkstatt ACT sowohl die Winterthurer ACT-Tage 2010, 2011 und 2012, wie auch Workshops mit internationalen Referenten zu ACT, CFT und FAP mitorganisiert.

In „Die Entdeckung der Achtsamkeit in der Arbeit mit psychisch kranken Menschen“, Psychiatrie Verlag, 2013 hat er einen Beitrag zur achtsamkeits- und werteorientierten Arbeit mit traumatisierten Menschen veröffentlicht und in „Arbeiten mit ACT – ein Fallbuch“, Hogrefe Verlag, 2015, ist ein Kapitel zum Einbezug von kreativen Arbeitsweisen in die ACT von ihm erschienen.

Als Mitpionier von ACT im deutschen Sprachraum verbindet er ACT und FAP auf innovative und kreative Weise mit anderen Therapieverfahren und nonverbalen Ausdrucksformen. Die Prinzipien von ACT und RFT und die funktional kontextuelle Sichtweise bilden die Grundlage seiner Arbeit mit Menschen als Gutachter, Arzt, Psychotherapeut und Supervisor.

Dipl.-Psych. Reimer Bierhals, Bamberg, Deutschland

Reimer Bierhals arbeitet als Psychotherapeut in eigener Praxis in Bamberg mit Erwachsenen, Kindern, Jugendlichen und Paaren. Für das Paarlife-Programm zur Stressbewältigung in der Partnerschaft von Prof. Bodenmann (Uni Zürich) ist er als Ausbilder tätig. Mit ACT beschäftigt er sich vertieft seit 2012.

Sein Verständnis von Psychotherapie besteht darin, mit dem Klienten einen Experimentier-Raum zu schaffen, in dem neue Erfahrungen in die WERT-geschätzte Richtung im Leben möglich werden. An ACT und besonders an der beziehungsorientierten Variante FAP schätzt er, dass weder er noch der Klient eine Maske aufzusetzen braucht, um vermeintlichen Erwartungen gerecht zu werden. Sondern dass gerade durch das Bekenntnis zur eigenen Verletzlichkeit eine echte Begegnung auf Augenhöhe möglich wird. In dieser Begegnung wächst die Bereitschaft, gemeinsam Experimente außerhalb der persönlichen emotionalen Komfortzone einzugehen und sich dadurch in die WERT-geschätzte Richtung zu bewegen.

Er ist Mitinitiator des lokalen ACL-Übungsforums für jedermann in Bamberg. Beim ACL-Übungsforum trainieren Interessierte alle 4 Wochen unter Anleitung, ihren zwischenmenschlichen Beziehungen im Alltag mehr Tiefe zu verleihen. Ziel ist dabei, die positiven Effekte der Therapie-Richtung FAP aus dem Therapieraum hinaus in die Bevölkerung zu bringen.

In seinem früheren beruflichen Leben hat er Planspiel-basierte Trainingsprogramme für Unternehmen und Spezialeinsatzkräfte der Polizei entwickelt. Aus dieser Arbeit stammt auch seine spielerische Neugierde an Experimenten.

Näheres unter: www.psychotherapie-bewegt.de

Dr. Dipl.-Psych. Marie Christine Dekoj, Bad Mergentheim, Deutschland

Marie Christine Dekoj ist Psychologische Psychotherapeutin (VT) und seit 2010 ACT-Therapeutin. Sie arbeitet als Leitende Psychologin in der Eltern-Kind-Klinik der Kitzberg-Kliniken Bad Mergentheim.  Ihr Schwerpunkt ist die Behandlung psychisch erkrankter Elternteile sowie die Interaktionsbehandlung von Eltern-Kind-Paaren.

Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie berührt sie sehr und bereichert ihr berufliches und privates Leben. In dem Projekt „Ansatzpunkte für die Weiterbehandlung von Patienten mit Panikstörung – was tun, wenn die Behandlung nicht hilft“ hat sie in Dresden als Studien-Therapeutin zusammen mit Dr. Andrew Gloster die Wirkung von ACT bei der Behandlung von Panikstörung untersucht.

An ACT begeistert sie vor allem das werteorientierte Vorgehen und die flexible Einsetzbarkeit in der klinischen Arbeit. Aus dieser Begeisterung heraus vermittelt sie ACT mit großer Freude als Dozentin an verschiedenen verhaltenstherapeutischen Instituten an angehende Psychologischen Psychotherapeuten und, im Rahmen ihrer Tätigkeit, auch im Kollegenkreis. Vor allem aber will ACT an ihre Patienten weitergeben, um ihnen zu ermöglichen ein flexibles und wertvolles Leben zu führen.

Im Vorstand der DGKV (Deutschsprachige Gesellschaft für kontextuelle Verhaltenswissenschaften e.V.) engagiert sie sich aktuell als 2. Vorsitzende.

Dipl.-Psych. Björn Jansson, Jarmen, Deutschland

Björn JanssonBjörn Jansson arbeitet seit ca. 2009 mit ACT und am meisten begeistert ihn der „funktionale Kontextualismus“. Hier wird ein Verhalten nicht als „dysfunktional“ oder „krank“ diagnostiziert, sondern es ist einfach nur „hilfreich“ oder „weniger hilfreich“ im Hinblick auf das, was erreicht werden soll. Die Arbeit mit seinen Patienten ist für ihn damit „Heilung von Gesunden“.

Dabei sieht er sich mit seine Patienten „auf dem Weg“. Statt seine PatientInnen als alles-und-besser-wissender-Psychotherapeut zu ‚belehren‘, unterstützt er sie als Skilltrainer dabei, ihren ganz eigenen Weg zu finden und zu wachsen. „Mit ACT kann ich Menschen helfen, groß zu werden und sich nicht mehr klein machen zu müssen.“

So erlebt er bei seiner Arbeit mit ACT sowohl mit seinen Patienten wie auch mit den TeilnehmerInnen in seinen Seminaren immer wieder außergewöhnliche Situationen des menschlichen Kontaktes und des Wachsens und Frei-Werdens.

Gemeinsam mit Anja Meyer engagiert er sich für die Verbreitung von ACT im Nordosten von Deutschland und dafür, Menschen zu unterstützen, ACT zu lernen und anzuwenden.

Dr. med. Jan Martz, Winterthur, Schweiz

Jan MartzJan Martz lebt mit seiner Familie in Winterthur und arbeitet hier als Psychiater und Psychotherapeut in eigener Praxis (Zum beherzten Leben). Er engagiert sich schon seit vielen Jahren dafür, Achtsamkeit in die Psychotherapie zu integrieren und arbeitet seit 2006 mit ACT (Akzeptanz und Commitment Therapie).

Er hat ganz wesentlich dazu beigetragen, dass ACT im deutschen Sprachraum inzwischen immer bekannter ist. Nicht zuletzt auch dadurch, dass er als Mit-Initator der Bildungswerkstatt ACT in 2010, 2011 und 2012 die Winterthurer ACT Tage organisiert und durchgeführt hat.

Er hat im In- und Ausland zahlreiche Workshops und Fortbildungen zum Thema ACT gegeben.

Dipl.-Psych. Johannes Kühner, Würzburg, Deutschland

Johannes Kühner arbeitet als Psychologischer Psychotherapeut (VT) seit 2009 in eigener Praxis mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Davor war er 11 Jahre in einer Kinder und Jugendpsychiatrischen Praxis tätig.

Seit 2008 setzt er sich intensiv mit ACT auseinander. Ein Großteil seiner Patienten kommt aus der Altersgruppe der 15 bis 25 jährigen.

Er schätzt die Lebendigkeit und das offene Entwicklungspotential dieser Altersgruppe. ACT ist für ihn dabei eine ausgezeichnete Möglichkeit diese Klienten zu unterstützen. Die jungen Klienten schätzen dabei sehr den Erlebnisorientierten Zugang der ACT und nehmen die Übungen mit großem Interesse an. Zudem profitieren Sie sehr von den Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübungen der ACT.

www.praxis-kuehner.de

Dipl.-Psych. Anja Meyer, Greifswald, Deutschland

Anja MeyerAnja Meyer lebt und arbeitet in Greifswald. Seit 2010 ist sie als Psychologische Psychotherapeutin/ Verhaltenstherapeutin in eigener Praxis niedergelassen. Als Supervisorin und Dozentin engagiert sie sich in der Fort- und Weiterbildung, u.a. am Zentrum Psychologische Psychotherapie in Greifswald.

In der Akzeptanz- und Commitment-Therapie hat sie ihre therapeutische Heimat gefunden. Besonders begeistert sie die in der ACT verkörperte Haltung, dass Patienten nicht „kaputt“ oder „gestört“ und Therapeuten nicht  „über alle Probleme erhaben“ sind. Therapien sind Begegnungen von Mensch zu Mensch, in denen TherapeutIn und PatientIn gemeinsam Strategien erarbeiten, die einen konstruktiven Umgang mit belastendem Erleben und konkreten Schwierigkeiten in ihrem/seinem Leben ermöglichen.

In ihren Seminaren hat sie bereits zahlreiche Teilnehmer mit ihrer Begeisterung für die ACT angesteckt. Gemeinsam mit Björn Jansson hat sie das ACT-Netzwerk Nord-Ost ins Leben gerufen, um gemeinsam mit anderen Erfahrungen auszutauschen, Ideen zu sammeln und ihre eigenen Fertigkeiten fortlaufend zu erweitern.

Dipl.-Psych., Dipl.-Soz.päd. Norbert Schneider, Fürth, Deutschland

Norbert Schneider setzt ACT und FAP (Functional Analytic Psychotherapy) seit gut 10 Jahren als Psychologischer Psychotherapeut, REVT- und EFT-Therapeut in eigener Praxis ein.

Er engagiert er sich als Supervisor, Dozent und Lehrtherapeut an verschiedenen VT-Ausbildungsinstituten (dgvt, CIP, AVM, IVS, aap) für die fundierte Verbreitung von ACT und FAP.

In der sehr lebendigen ACT-Community Nordbayern/Franken, die er mit ins Leben gerufen hat, setzt er sich auf überregionaler Ebene für die Verbreitung von ACT, FAP, RFT und der funktional kontextuelle Sichtweise ein.

 

Dipl.-Psych. Ralf Steinkopff, Berlin, Deutschland

Ralf SteinkopffRalf Steinkopff, Dipl.-Psych., Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut, arbeitet seit 2003 in eigener Praxis in Berlin auf der Grundlage zahlreicher Ausbildungen: Verhaltenstherapeut, Systemischer Familientherapeut, Coach, Supervisor, Hypnotherapeut, Quick-REMAP Trainer, ACT-Therapeut.

Nach einem schon im Studium begonnenen Engagement als Einzelfall- und Familienhelfer, einiger Zeit in einer Suchtberatungsstelle (Psychotherapie bei Verhaltenssüchten sowie systemische Interventionen) hat er im Kinder- und Jugendlichenbereich in einem Sozialpädiatrischen Zentrum gearbeitet und eine eigene Praxis aufgebaut. Seine Schwerpunkte sind hier Ängste, Trauma, Paar- und Familienkonflikte und Psychoonkologie. Neben Psychotherapien bietet er hier auch Supervisionen, Coachings und Workshops in Energetischer Psychologie an.

Außerdem ist er Dozent und und Supervisor in verhaltenstherapeutischen Ausbildungsinstituten (IVB, IVS, SIMKI) und er gibt Seminare und Workshops in Energetischer Psychologie (auch in Italien und Österreich) sowie auf Kongressen und Tagungen (z.B. dgvt-Kongress, Psychoonkologische Tagung, Europäischer Kongress für Energetische Psychotherapie, Reden Reicht Nicht … )

Vor allem von seinen Krebspatienten hat er viel gelernt. Z.B. wie hilfreich es ist, wenn sie sich nach der Überwindung des Traumas und der Ängste daran orientieren, was noch im Leben passieren soll, dass sie neues Glück und Zufriedenheit erleben, wenn sie nach, Sinn, Werten, Haltungen schauen und entsprechend handeln.

Ihm ist wichtig, dass ACT genau hier ansetzt, dass es hier nicht um die Reduzierung von Symptomen geht, sondern darum, ein sinnvolles Leben zu leben und flexibler mit den Anforderungen umgehen zu können, die dabei entstehen. Besonders fruchtbar wird diese Arbeit in Kombination mit FAP und der speziellen Form der Beziehungsgestaltung, dass sich Therapeuten und Klienten auf einer Gleich-zu-Gleich-Ebene begegnen, dass sie quasi ‚im gleichen Boot sitzen‘ und dass sich auch der Therapeut, mit eigenen Einschränkungen und Gefühle zeigt.

Mehr auf: www.steinkopff.info … und ein persönlicher Eindruck in einem kurzen Hallo-Video … besonders am Ende.